Aktuell

Ein Deal mit Konsequenzen

Vortrag und Diskussion mit Saba Farzan

Grußwort Dr. Werner Ströbele, Kulturamtsleiter Stadt Reutlingen

am Sonntag, 3. April 2016, 11 Uhr

im Spitalhof, Wilhelmstraße 69, 72764 Reutlingen

Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart und
Mittlerer Neckar in Kooperation mit der Israelitischen
Religionsgemeinschaft Württembergs, israelplattform.de und der Tübinger
Initiative gegen Antisemitismus und Antizionismus.
Der finale Deal im vergangenen Sommer mit dem iranischen Regime wurde
als diplomatische Errungenschaft gegen die Atombombe tituliert. Doch
lässt die Debatte nach wie vor außen vor, mit wem hier eigentlich ein
Deal verhandelt wurde und mit welchen dramatischen Konsequenzen weit
über die zehn-jährige Dauer des Abkommens hinaus. Einem
menschenverachtenden Regime wurde politische Legitimation verschafft,
der Proliferation im Nahen Osten freien Lauf und die iranische
Zivilgesellschaft wie so oft im Regen stehen gelassen. Darüber hinaus
zementiert das Abkommen große Sicherheitsrisiken in der Region – für
Israel, die arabischen Golfstaaten und Nordafrika. Diese Aspekte und
Ansätze, wie eine andere Nahostpolitik aussehen kann, sollen in dieser
Veranstaltung beleuchtet werden.

Saba Farzan, geboren 1980, ist deutsch-iranische Publizistin und leitet
die Strategie-Denkfabrik Foreign Policy Circle in Berlin. Ihre
Schwerpunkte für deutschsprachige und internationale Publikationen sind
Transatlantische Nahostpolitik, Iran und USA und Integration. Sie
studierte in Bayreuth Theaterwissenschaft, Amerikanische
Literaturwissenschaft und Soziologie mit Forschungsaufenthalten in New
York und der Yale University.