Über uns

Selbstverständnis und Ziele der
„Initiative gegen Antisemitismus und Antizionismus“
in Tübingen

Wir sind eine Gruppe von Einzelpersonen, die sich in Tübingen gegen den weltweit virulenten Antisemitismus und Antizionismus engagiert. Umfragen (z.B. Heitmeyer, 2003) gehen von 36% manifesten Antisemiten und über 30 % latenten Antisemiten in Deutschland aus. 65 % der befragten Deutschen halten laut einer EU-Studie aus dem Jahre 2003, Israel noch vor Nordkorea und dem Iran, für die größte Bedrohung des Weltfriedens. Mehr als 68 % der Deutschen meinen, dass Israel einen „Vernichtungskrieg“ gegen die Palästinenser führen würde, und 51 % vergleichen den Staat Israel mit dem der Nazis. Fast 70% wollen einen Schlussstrich unter die deutschen NS-Verbrechen, weil sie die Juden dafür verantwortlich machen, dass Deutschland wegen der NS-Vergangenheit keine völlig normale Großmacht sein kann. Dieser wachsende Antisemitismus in Deutschland bedient sich vor allem dem Entlastungsmotiv der Entschuldung. Dadurch, dass die jüdischen Opfer von damals als Täter von heute gedeutet werden, schwindet die Last der deutschen Verbrechen.

Gleichzeitig konstatieren wir ein Fortbestehen von nationalsozialistischem Gedankengut in den Gesellschaftsanalysen und –entwürfen des modernen Islamismus. Ohne die ideologischen Unterschiede leugnen zu müssen, lassen sich Kontinuitäten nachweisen, die von der antisemitischen, antimodernen, völkischen Naziideologie über den von Nazideutschland unterstützten palästinensischen „Befreiungskampf“ unter dem Großmufti von Jerusalem, Hadsch Mohammed Amin Al-Husseini, bis zu den heutigen Terrorgruppen wie El-Kaida, der Hisbollah oder der Hamas reichen
Die deutsche Appeasementpolitik gegenüber diesen Gruppen und den sie protegierenden Staaten, lässt ungute Erinnerungen aufleben.

Daher verfolgt die Initiative das Ziel der Aufklärung über Antisemitismus gegen Juden im Allgemeinen und über Antizionismus gegen Israel im Besonderen, sowie der Korrektur der häufig verzerrenden und einseitigen Medienberichterstattung zum Nahost-Konflikt. Durch Veranstaltungen, Medieninformationen und Aktionen, wollen wir in Tübingen diesen aktuellen Tendenzen entgegentreten. Denn Antisemitismus bedroht die Menschenwürde und die demokratischen Grundwerte von Freiheit und Gleichheit, er richtet sich unter dem Deckmantel sogenannter Kritik auch gegen die Existenzgrundlagen des heutigen Israels.
Wir setzen uns für die Solidarität mit den jüdischen Bürgern hier und mit Israel ein, weil wir in Deutschland, dem Lande der Shoah, eine besondere Verantwortung für den Staat Israel haben. Israel ist der einzige historische und aktuelle Zufluchtsort für bedrohte Juden in aller Welt, weshalb es prinzipiell wie praktisch zu verteidigen ist. Außerdem ist Israel mit seinen freiheitlichen Grundrechten der fortschrittlichste und demokratischste Staat in der Region des Nahen Ostens.

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